CONVIVIUM GEMEINSAM GESTALTEN

Informationen für Köchinnen und Köche, Restaurants, Hotels, Galerien und kulturelle Partner

CONVIVIUM verbindet großformatige fotografische Serien mit eigenständigen kulinarischen Interpretationen.

Im Mittelpunkt steht nicht die Verbindung von Ausstellung und Gastronomie als bloßes Rahmenprogramm. Die Fotografien sind keine Dekoration für ein Menü, und die Speisen illustrieren nicht einfach das Sichtbare. Zwei künstlerische Handschriften begegnen einander: Ein Thema wird zunächst fotografisch interpretiert. Eine Köchin oder ein Koch antwortet darauf mit Geschmack, Duft, Temperatur, Textur, Konsistenz und Form.

Aus dieser Begegnung entsteht ein gemeinsames Erlebnis, das Sehen, Denken, Schmecken und persönlichen Austausch miteinander verbindet.


Die Idee

Jede Arbeit innerhalb von CONVIVIUM beginnt mit einer abgeschlossenen fotografischen Serie. Sie umfasst in der Regel fünf bis zwölf großformatige Werke und beschäftigt sich mit einem emotional, menschlich oder sinnlich vielschichtigen Thema.

Die Fotografie bildet die erste Stimme.

Die kulinarische Interpretation entsteht anschließend – eigenständig und mit der persönlichen Handschrift der beteiligten Köchin oder des beteiligten Kochs. Sie kann Gedanken der Bilder aufnehmen, ihnen widersprechen, verborgene Aspekte weiterentwickeln oder eine vollkommen neue Perspektive eröffnen.

Eine Fotografie über Zorn verlangt nicht zwangsläufig nach Schärfe. Völlerei muss nicht durch Überfluss dargestellt werden. Trägheit muss nicht schwer schmecken. Naheliegende Antworten sind möglich, aber niemals verpflichtend. Gesucht wird keine möglichst wörtliche Übersetzung von Bildern in Speisen. Interessant wird CONVIVIUM dort, wo eine eigenständige kulinarische Position entsteht.


Zwei Handschriften auf Augenhöhe

Die fotografischen Arbeiten bilden den Ausgangspunkt, aber keine verbindliche Regieanweisung. Die Köchin oder der Koch erhält Einblick in die vollständige Serie, ihre Entstehung, die Gedanken hinter den einzelnen Bildern und die künstlerische Interpretation des Themas. Daraus kann eine eigene kulinarische Dramaturgie entwickelt werden. Welche Aromen, Zutaten, Temperaturen, Texturen oder Formen daraus entstehen, bleibt Teil der kulinarischen Handschrift.

Die Antwort darf harmonisch sein oder widersprüchlich. Sie darf Erwartungen erfüllen, brechen oder bewusst in eine andere Richtung führen. Vielleicht wird ein Bild in einem Gang verdichtet. Vielleicht entsteht die Antwort erst über mehrere Speisen. Vielleicht bezieht sich ein Menü nicht auf einzelne Fotografien, sondern auf die emotionale Bewegung der gesamten Serie. Die Zusammenarbeit soll keine der beteiligten Kunstformen der anderen unterordnen.

Die Fotografie stellt keine Aufgabe. Die Kulinarik liefert keine Lösung. Beide eröffnen unterschiedliche Zugänge zu demselben gedanklichen Raum.


Wie ein CONVIVIUM-Abend aussehen könnte

Eine mögliche Umsetzung beginnt bereits beim Eintreffen der Gäste.

Die großformatigen Fotografien sind im Raum präsent. Als erste sensorische Annäherung könnte ein Amuse-Gueule mehrere kleine Happen umfassen – vielleicht so viele, wie die jeweilige Serie Bilder enthält. Die Gäste bewegen sich zwischen den Werken, betrachten sie, sprechen miteinander und begegnen dem Künstler sowie der Köchin oder dem Koch.

Vor jedem Gang erläutert der Künstler die Gedanken hinter einem Bild oder einem Teil der Serie. Danach spricht die Köchin oder der Koch über die eigene Interpretation. Dann wird serviert. Das Bild bleibt sichtbar. Die unterschiedlichen Deutungen wirken nach. Geschmack, Duft, Temperatur und Textur treten zur Fotografie hinzu.

So entsteht kein klassischer Vortrag und kein Menü mit dekorativer Kunstausstattung. Das Publikum erlebt einen Dialog zwischen zwei Ausdrucksformen und wird durch die eigene Wahrnehmung Teil davon.

Doch dies ist nur eine Möglichkeit.

CONVIVIUM ist kein fertiges Veranstaltungspaket. Die konkrete Dramaturgie entsteht gemeinsam und kann sich nach der Serie, der kulinarischen Idee, dem Ort, den räumlichen Möglichkeiten und dem Charakter der beteiligten Partner verändern.


Mögliche Formate

CONVIVIUM kann in unterschiedlichen Formen umgesetzt werden:

  • ein mehrgängiges Menü, bei dem einzelne Bilder oder Themen kulinarisch interpretiert werden;
  • ein exklusiver Abend mit großformatiger Ausstellung, Gesprächen und begleitender Menüfolge;
  • eine kulinarisch erweiterte Vernissage mit eigens für die Werke entwickelten kleinen Speisen;
  • ein offener Empfang mit mehreren sensorischen Stationen;
  • eine zeitlich begrenzte Ausstellung mit einem besonderen kulinarischen Eröffnungs- oder Abschlussabend;
  • ein wiederkehrendes Veranstaltungsformat, bei dem neue CONVIVIUM-Serien vorgestellt und jeweils neu interpretiert werden;
  • oder eine Form, die erst aus den Ideen und Möglichkeiten der beteiligten Partner entsteht.

Die Formate sind bewusst nicht abschließend definiert. Ein Restaurant arbeitet anders als ein Hotel. Eine Galerie stellt andere Räume und Erwartungen zur Verfügung als ein Kulturort. Gerade daraus können neue Lösungen entstehen.


Die fotografischen Arbeiten

Die Serien umfassen in der Regel fünf bis zwölf Fotografien. Die Werke sind für eine großformatige Präsentation konzipiert und sollen im Raum deutlich sichtbar und körperlich erfahrbar sein. Die Themen besitzen einen starken emotionalen, menschlichen oder sensorischen Bezug. Dadurch bieten sie unterschiedliche Ausgangspunkte für kulinarische Interpretationen.

Jede Serie erhält eine eigene Seite mit:

  • einer Einführung in das Thema;
  • einer Beschreibung der fotografischen Bildsprache;
  • der vollständigen Galerie;
  • Hintergrundinformationen zu den einzelnen Arbeiten;
  • dem Umfang der Serie;
  • den emotionalen und thematischen Spannungsfeldern;
  • dem aktuellen Stand der kulinarischen Interpretation.

Neue CONVIVIUM-Serien entstehen fortlaufend. Geplant sind mehrere neue Werkzyklen pro Jahr. Dadurch wächst eine Auswahl unterschiedlicher Themen, Bildwelten und möglicher kulinarischer Zugänge. Für Restaurants, Hotels und Veranstaltungsorte eröffnet dies auch die Möglichkeit, CONVIVIUM als wiederkehrendes Format zu entwickeln – mit neuen Serien, neuen Interpretationen und wechselnden künstlerischen Begegnungen.

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Was ich einbringe

Ich entwickle die fotografischen Serien, ihre inhaltlichen Grundlagen und die visuelle Dramaturgie. Die Arbeiten werden für eine großformatige Präsentation vorbereitet und von mir persönlich begleitet.

Je nach Form der Zusammenarbeit kann mein Beitrag umfassen:

  • die fotografische Werkserie;
  • die künstlerische Konzeption und Deutung;
  • Texte und Hintergrundinformationen zu den Bildern;
  • Gespräche oder kurze Einführungen während der Veranstaltung;
  • die gemeinsame Entwicklung der Dramaturgie;
  • Inhalte für Website, Presse und soziale Medien;
  • die fotografische Dokumentation des Projekts;
  • die Einbindung der Veranstaltung in die Kommunikation von Artis Umbrae.

Die genaue Form wird gemeinsam festgelegt und an den jeweiligen Ort sowie das geplante Format angepasst.


Was die kulinarische Seite einbringt

Gesucht werden Köchinnen und Köche, die den Fotografien nicht nur ein Menü zuordnen, sondern ihnen mit einer eigenen Haltung begegnen möchten.

Die kulinarische Interpretation kann sich auf einzelne Bilder, auf die gesamte Serie oder auf die Beziehungen zwischen den Werken beziehen. Sie darf unmittelbar, abstrakt, sinnlich, intellektuell, spielerisch, irritierend oder widersprüchlich sein. Entscheidend ist nicht, ob die kulinarische Antwort meiner fotografischen Deutung entspricht. Entscheidend ist, dass sie eine eigene Handschrift besitzt. Die Köchin oder der Koch wird dadurch nicht zum ausführenden Teil eines fotografischen Konzepts, sondern zur zweiten künstlerischen Stimme von CONVIVIUM.


Was ein Veranstaltungsort einbringt

Restaurants, Hotels, Galerien und kulturelle Orte schaffen den Raum, in dem die beiden Ausdrucksformen einander begegnen und für Gäste erlebbar werden.

Je nach Projekt können dazu gehören:

  • geeignete Flächen für die Präsentation der großformatigen Fotografien;
  • gastronomische und organisatorische Infrastruktur;
  • gemeinsame Entwicklung des Veranstaltungsformats;
  • Gästekommunikation, Reservierung und Betreuung;
  • Einbindung in bestehende Kultur-, Genuss- oder Veranstaltungsprogramme;
  • gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit.

Nicht jeder Ort muss alle Voraussetzungen bereits erfüllen. Präsentationsform, Bildgrößen und Ablauf können an die vorhandenen Räume angepasst werden.


Warum CONVIVIUM?

Für Gäste entsteht ein Erlebnis, das über den klassischen Restaurantbesuch ebenso hinausgeht wie über die übliche Betrachtung einer Ausstellung. Fotografie wird nicht nur gesehen. Kulinarik wird nicht nur konsumiert. Beide werden erklärt, interpretiert, miteinander in Beziehung gesetzt und persönlich erlebt. Für Restaurants, Hotels und kulturelle Orte kann daraus ein eigenständiges Veranstaltungsformat entstehen, das:

  • Kunst und Kulinarik glaubwürdig miteinander verbindet;
  • neue kulturell und kulinarisch interessierte Gäste anspricht;
  • Raum für persönliche Begegnung mit Künstler und Koch schafft;
  • visuell und inhaltlich starke Möglichkeiten für Presse, Website und soziale Medien bietet;
  • durch neue Serien wiederholt und weiterentwickelt werden kann;
  • die eigene kulinarische und kulturelle Handschrift sichtbar macht.

Die kommunikative Wirkung ist dabei kein nachträglicher Zusatz. Sie entsteht aus einem inhaltlich eigenständigen Projekt. CONVIVIUM soll nicht wie eine Werbeveranstaltung aussehen, sondern als künstlerische Zusammenarbeit überzeugen.


Interesse an einer Zusammenarbeit?

CONVIVIUM befindet sich im Aufbau. Die ersten fotografischen Serien entstehen, weitere Werkzyklen werden folgen.

Gesucht werden Köchinnen und Köche mit einer eigenständigen kulinarischen Handschrift sowie Restaurants, Hotels, Galerien und kulturelle Orte, die Interesse daran haben, Fotografie und Kulinarik gemeinsam weiterzudenken. Eine Zusammenarbeit kann mit einer bestehenden Serie beginnen. Ebenso können aus einem ersten Gespräch neue Ideen für Präsentation, Dramaturgie und Veranstaltungsform entstehen.

Wenn Sie beim Betrachten einer Serie bereits Geschmäcker, Temperaturen, Texturen, Widersprüche oder eigene Geschichten wahrnehmen, könnte genau dort ein gemeinsames CONVIVIUM beginnen.

 

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