
Artis Umbrae
Fotografie beginnt hier nicht mit dem Licht, sondern mit seinem Entzug. Erst im Schatten erhält Form Gewicht, erst in der Reduktion entsteht Präsenz. Licht wird nicht als Mittel vollständiger Darstellung verstanden, sondern als Grenze, an der Sichtbarkeit beginnt und endet.
Die Arbeiten stehen im Dialog mit fotografischen Positionen des frühen 20. Jahrhunderts, in denen das Sichtbare nicht erklärt, sondern verdichtet wurde. Der Körper wird nicht bloß ausgeleuchtet, sondern im Spannungsfeld zwischen Licht und Entzug geformt.
Der überwiegende Teil der fotografischen Arbeiten auf dieser Website zeigt den unbekleideten menschlichen Körper als künstlerisches Ausdrucksmittel.
Ein Werk – mehrere Zugänge
Die Serien bilden den fotografischen Kern von Artis Umbrae. In ihnen entwickeln sich einzelne Gedanken zu zusammenhängenden Werkzyklen mit eigener Bildsprache, Symbolik und innerer Ordnung.
Die Cogitationes führen in die Gedankenwelt hinter und neben den Bildern. Sie befassen sich mit Fotografie und Kunstgeschichte, mit Wahrnehmung und Ästhetik, mit historischen Vorbildern, Inspirationen und Arbeitsprozessen – und mit den mitunter eigensinnigen Wegen, auf denen aus einer Beobachtung eine künstlerische Idee entstehen kann.
Wer die Entwicklung von Artis Umbrae begleiten möchte, kann den Newsletter der Cogitationes abonnieren. Etwa einmal im Monat fasst er neu erschienene Beiträge, veröffentlichte Serien und weitere Entwicklungen auf der Website zusammen.
Die Exhibitiones sind begehbare virtuelle Ausstellungsräume. In diesen Online-Galerien werden ausgewählte Werke in räumlichen Zusammenhängen präsentiert. Sie ermöglichen eine andere Begegnung mit den Fotografien als die klassische Ansicht auf einer Website: nicht als Abfolge einzelner Bilder, sondern als Ausstellung, durch die sich der Besucher frei bewegen kann.
Unter Über den Künstler finden sich Informationen zu Josef Volsa, zur Entstehung von Artis Umbrae und zu seiner fotografischen Arbeitsweise.
Gemeinsam eröffnen diese Bereiche unterschiedliche Wege in das wachsende Universum von Artis Umbrae: über die Bilder, über die Gedanken, aus denen sie hervorgehen, und über die virtuellen Räume, in denen sie einander begegnen.
Eine Einladung zum Verweilen
Artis Umbrae ist nicht für den flüchtigen Blick geschaffen. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich Zeit zu nehmen: für einzelne Bilder, für die Beziehungen innerhalb einer Serie, für die Gedanken zwischen den Werken und für die Räume, in denen sie gezeigt werden.
Nicht alles, was in einem Bild wirkt, muss sichtbar sein.
