Willkommen bei Cogitationes, Gedanken aus dem Atelier von Artis Umbrae.
Dieser Ort ist weder Blog im üblichen Sinn noch Tagebuch, auch wenn beides gelegentlich durchschimmern mag. Er ist ein Denkraum, ein Atelier in Worten, manchmal ein Reisetagebuch, manchmal ein Seziertisch.
Dieses Magazin öffnet einen Blick in das Universum von Artis Umbrae – in jene Gedankenräume, aus denen Bilder, Serien und Fragen hervorgehen. Zugleich wirft es den Blick dieses Universums zurück auf die Welt: auf Kunst, Geschichte, Gesellschaft und die Widersprüche unserer Gegenwart. Hier schreibe ich über meine Sicht auf Kunst, über kunsthistorische Vorbilder und Inspirationen, über Licht, Körper, Raum und jene Orte, die sich irgendwann als Bild wieder in meine Arbeit einschreiben. Serien und Einzelbilder werden hier vorgestellt, manchmal erläutert, manchmal bewusst offen gelassen. Ebenso finden gesellschaftliche Themen ihren Platz – allerdings nur dort, wo sie meine Arbeit berühren, irritieren oder inspirieren. Ich schreibe weder als Kunsthistoriker noch als Soziologe. Dennoch sollen diese Gedanken nicht frei im Raum schweben, sondern sich an Geschichte, Werk und Beobachtung rückbinden.
Eine kleine Warnung vorweg:
Ich habe noch nie einen Sarkasmus vorgetäuscht.
Ironie, Sarkasmus und gelegentlich auch ein gewisser Zynismus sind hier kein Stilmittel von außen, sondern Teil des Originals. Wer also auf gefällige Oberflächen, weichgespülte Formulierungen oder kunstmarktkompatible Allgemeinplätze hofft, wird hier womöglich enttäuscht.
Kunst beginnt für mich selten beim Bild allein. Oft beginnt sie dort, wo Wahrnehmung auf Widerspruch trifft. Wenn diese Texte gelegentlich mehr über den Blick des Betrachters verraten als über das Werk selbst, dann ist das kein Versehen.
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zu den Beiträgen
Warum manche Menschen vor der Kamera mehr erzählen als andere Manchmal kommen die Anregungen für einen Text aus einem Museum, ...
Am Ende des ersten Teils saßen Platon und Aristoteles bereits an meinem imaginären Tisch. Platon hatte mir einigen Grund geliefert, ...
Vor wenigen Tagen war ich wieder in Acquasparta, einer kleinen umbrischen Gemeinde mit heute kaum mehr als fünftausend Einwohnern, in ...
Teil II – Sinnlichkeit ist keine Frage der Knopfzahl Im ersten Teil ging es um das Boudoir als Zimmer, als ...
Teil I – Vom privaten Zimmer zum persönlichen Bild Ich habe in meinen Beiträgen wiederholt von Boudoirfotografie gesprochen. Von ihrer ...
Eine Frau lässt sich nackt fotografieren. Sie hat über Jahre gegen ihren Körper gekämpft, erzählt von einer Essstörung und davon, ...
Über einen zufälligen Galeriebesuch, die Faszination für Retro und ein ausgesprochen angenehmes Gespräch mit einer Künstlerin. Während meine Frau die ...
Teil II: Seit wann muss eigentlich noch etwas schön sein? Vor einigen Jahren saß ich nach einem arbeitsreichen Tag in ...
Teil I: Seit wann muss Handschrift eigentlich nicht mehr schön sein? Es ginge auch ohne Teil I: Seit wann muss ...
Wie sich die Werkzeuge ändern – und künstlerische Arbeitsweisen Jahrhunderte überleben Es gibt Kunstwerke, von denen wir glauben, sie zu ...
Teil II – Die Pose hat jetzt WLAN Im ersten Teil ging es um die Vorstellung, die Menschen hätten zu ...
Teil I – Die Geschichte einer sorgfältigen Inszenierung Eine liebe Freundin erklärte mir kürzlich, dass sie mit meiner Menschenfotografie wenig ...
Über politische Sprache, verschobene Grenzen und die Herstellung von Feindbildern Es gibt Ausschreibungen, deren Thema man interessant findet, und es ...
Über Ausstrahlung, geliehene Posen und die Arbeit hinter dem Bild Ich bin auf eine Geschichte über Marilyn Monroe gestoßen. Ein ...
Teil IV: Wer entscheidet, was davon bleibt? Im ersten Teil dieser Reihe standen wir vor Filippo Lippi in Spoleto und ...
Teil III: Und dann war plötzlich alles Kunst Irgendwann im 20. Jahrhundert wurde der Museumsbesuch gefährlich. Nicht körperlich, jedenfalls meistens ...
Über Otto Mühl und die Frage, wann sich Künstler und Werk nicht mehr trennen lassen Am 10. September eröffnet das ...
Über Kunst, Bekanntheit und den Irrtum, Qualität müsse irgendwann entdeckt werden Neulich stieß ich auf einen Artikel über Menschen, die ...
Teil II: Warum muss Kunst eigentlich immer neu sein? „Das gab es doch schon.“ Auch dieser Satz besitzt in der ...
Teil I: Wird Kunst besser – oder nur anders? „Früher konnten sie wenigstens noch malen.“ Diesen Satz hört man erstaunlich ...
Im vorangegangenen Beitrag über Hermeneutik und Rezeptionsästhetik ging es um eine zunächst recht harmlose Frage: Wie entsteht eigentlich die Bedeutung ...
Wenn wir ein Kunstwerk betrachten, stellt sich früher oder später eine erstaunlich einfache Frage: Was bedeutet das eigentlich? Die Kunsttheorie ...
Über Nacktheit, Alter, Ausdruck – und darüber, was ein Körper im Bild eigentlich leisten kann Ich suche keinen schönen Körper ...
Als die Fotografie im 19. Jahrhundert ihren Siegeszug antrat, war sie für viele Menschen vor allem eines: eine technische Erfindung ...
Es gibt Themen, denen begegnet man und denkt: interessant. Es gibt andere, bei denen man kurz innehält, sich eine Notiz ...
Über Leonardo, Rötel, Handschrift und den Beginn von Studia Rubra Werte Leserin und geschätzter Leser, wer meine fotografische Arbeit kennt, ...
Oder: Warum eine Handvoll junger Engländer vor fast 180 Jahren begann, nach den Wurzeln der Kunst zu suchen. Wer den ...
Der werten Leserin und dem geschätzten Leser sei gleich zu Beginn eine kleine Warnung mit auf den Weg gegeben. In ...
Wie viele Fotografien besitzen Sie von Ihrer Mutter? Von Ihrem Vater? Von Ihren Kindern? Wahrscheinlich Hunderte, vielleicht sogar Tausende. Die ...
Die folgende Szene habe ich mir nicht ausgedacht. Sie hat sich genau so ereignet. An einem Sonntagmorgen, kurz nach fünf ...
Was ein Silbergelatineabzug ist und weshalb seine Anmutung in der digitalen Fotografie weiterlebt In Texten über klassische Schwarzweißfotografie begegnet man ...
Vom Pointillismus und Divisionismus, vom fotografischen Korn und von einer Wirklichkeit, die erst im Auge entsteht Wer sich einem pointillistischen ...
Es gibt einen Satz, den ich immer wieder höre, meist von Menschen, die mit Fotografie eher als Betrachtende denn als ...
Über Bilder, Aromen und die Entstehung von CONVIVIUM Am Anfang standen die sieben Todsünden. Ich wollte Hochmut, Habgier, Wollust, Neid, ...
Es gibt diesen Moment, der sich in Galerien moderner Kunst mit bemerkenswerter Zuverlässigkeit einstellt. Man steht vor einem Werk und ...
Interessanterweise verschwinden Schatten zunehmend aus unserer Bildwelt. Nicht nur in der Fotografie. Überall. Bilder werden heller, Gesichter gleichmäßiger ausgeleuchtet, Kontraste ...
Vor einigen Wochen erreichte mich die Einladung zum Galeriefrühstück in der Anzenberger Gallery. Ich freute mich darauf. Solche Gelegenheiten sind ...
Manchmal beginnt eine Bildserie nicht mit einer Kamera. Manchmal beginnt sie mit einem Gedanken, der sich festsetzt und sich weigert, ...
Vor einigen Wochen stolperte ich über eine Studie zur Entwicklung populärer Musik. Die Forscher untersuchten Tausende erfolgreiche Titel und kamen ...
Vor einigen Jahren stand ich mit Freunden vor dem Stephansdom in Wien. Eigentlich wollten wir nur kurz etwas anschauen. Anderthalb ...
Was ist eigentlich Fine Art? Kaum ein Begriff wird in der modernen Fotografie so inflationär verwendet wie „Fine Art“. Gleichzeitig ...
Teil 3: Warum misstrauen wir der Schönheit? Wenn man sich lange genug mit dem Thema Kitsch beschäftigt, gelangt man irgendwann ...
Teil 2: Gibt es überhaupt universellen Kitsch? Im ersten Teil dieser Reihe sind wir einer scheinbar einfachen Frage nachgegangen: Was ...
Teil 1: Was ist Kitsch? Eine Frage, die jeder zu kennen glaubt Auf einer meiner vielen Reisen verbrachte ich einige ...
Wer nach Ravenna reist, reist meist in die Vergangenheit. Die Stadt gehört zu den großen kunsthistorischen Schatzkammern Europas. Frühchristliche Kirchen, ...
Die Geschichte technischer Neuerungen verläuft erstaunlich oft nach demselben Muster. Zuerst heißt es, etwas werde niemals funktionieren. Und sobald es ...
Ich werde tatsächlich relativ oft gefragt, woher meine Bildideen kommen. Welche Kreativitätstechniken ich verwende. Ob ich mit Skizzen arbeite, mit ...
Die Zumutung, anders zu sehen Es gehört zu den liebgewonnenen Gewohnheiten des Kunstbetriebs, die Vergangenheit im Nachhinein für selbstverständlich zu ...
Der werten Leserin und dem geschätzten Leser wird es vielleicht aufgefallen sein: In regelmäßigen Abständen entzündet sich eine öffentliche Diskussion ...
Der werten Leserin oder dem geschätzten Leser ist vielleicht bereits in verschiedenen Beiträgen meiner Cogitationes meine Handschrift begegnet. Sei es ...
Es gibt Dichter, die man bewundert. Und es gibt Dichter, die sich langsam im eigenen Denken einnisten. Max Herrmann-Neiße gehört ...
Ein kleiner Überlebensleitfaden für jene, die versehentlich – oder mit voller Absicht – zwischen Kunst und Prosecco gelandet sind. (Dieser ...
Der werten Leserin und dem geschätzten Leser sei an dieser Stelle eine kleine, beinahe ketzerische Frage erlaubt: Muss Kunst eigentlich ...
Es gibt Themen, die die werte Leserin und den geschätzten Leser hier immer wieder begleiten werden, fast wie jenes berühmte ...
Es begann nicht mit einer Theorie, sondern mit Irritation. In Florenz stand ich wieder vor Michelangelo und dachte zunächst dasselbe ...
Was tut man nicht alles für Geld Manche Menschen arbeiten sogar dafür. Aus eben diesem Grund führte mich mein Weg ...
Ein Besuch bei Thomas Leimer und publicartists.online Es gibt Orte im Kunstbetrieb, die nicht den Anspruch erheben, ein endgültiges Ziel ...
Es gibt Dichter, die man liest, und es gibt Dichter, die einen über Jahre begleiten. Georg Trakl gehört für mich ...
Es gehört zu den stilleren, aber nicht minder wesentlichen Teilen künstlerischer Arbeit, Ausstellungen zu besuchen. Nicht als gesellschaftliches Ritual, nicht ...
Warum meine Bilder Farbe verlieren müssen Eine der Fragen, die mir immer wieder gestellt wird, lautet: Warum Schwarzweiß? Die einfache ...
Trude Fleischmann Es gibt Fotografen, die einen nicht sofort mit einer ganzen Werkgruppe, sondern mit einem einzigen Bild festhalten. Bei ...
wenn eine fotografische Arbeit im Nichts endet. Wenn über Kunst gesprochen wird, spricht man fast immer über die fertigen Werke ...
Über Fotografie, Kunst und den Verlust des Sehens Wir leben in einer Zeit, in der Bilder allgegenwärtig sind und Sehen ...
Reisegedanken aus Treviso Zwei Touristen blieben vor dem Brunnen stehen, warfen einen kurzen Blick darauf und begannen in jener angenehmen ...